„Dann lösche ich die Bilder einfach schnell wieder!“ Doch ist es wirklich so einfach? Was passiert, wenn bearbeitete Fotos bereits innerhalb kürzester Zeit von anderen Personen gespeichert, verändert und weiterverbreitet wurden? Und wie lässt sich eine E-Mail stoppen, die von einem fremden Account aus verschickt wurde und falsche Behauptungen verbreitet? Die ernüchternde Antwort lautet: Oft gar nicht mehr.
Mit genau diesen Fragen setzte sich das Theaterstück „(S)chattenwelten – Das Netz vergisst nie“ des Bielefelder Theaterensembles PISAK auseinander, das kürzlich für die Jahrgänge 6 bis 9 an der Pestalozzischule aufgeführt wurde.
Die drei Schauspielerinnen und Schauspieler präsentierten auf
eindrucksvolle und lebensnahe Weise die Geschichte einer Schülerin, die Opfer von Cybermobbing wird. Dabei wurden Themen wie Freundschaft, Verantwortung, Ausgrenzung und die weitreichenden Folgen eines unbedachten Umgangs mit sozialen Medien und dem Internet aufgegriffen. Das Stück regte die Schülerinnen und Schüler zum Nachdenken an und machte deutlich, wie schnell digitale Inhalte außer Kontrolle geraten können.

Im Anschluss an die Aufführungen fanden in den einzelnen Klassen intensive Nachbereitungsgespräche mit Mitgliedern des Ensembles statt. Dabei hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Fragen zu stellen, Szenen zu reflektieren und gemeinsam darüber nachzudenken, wie ein respektvoller und verantwortungsbewusster Umgang miteinander – sowohl online als auch offline – gelingen kann.
Wir bedanken uns herzlich beim Theaterensemble PISAK für die eindrucksvolle Aufführung sowie bei der Dr.-Ritter-Stiftung für die finanzielle Unterstützung, die dieses wichtige Präventionsprojekt ermöglicht hat.